Auf ein Wort....

Und sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre. Die Jünger aber fuhren sie an. Jesus aber sprach: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes. (Mk 10,13.14)


Oskar (6 Jahre) ist Hobbyarchäologe aus Köln. Er buddelt gerne im Garten. Neulich hat er einen Fund gemacht: eine alte Scherbe. „Ob die wohl aus der Römerzeit stammt?“ fragt er sich und seinen Papa. „Ich glaube eher nicht“ sagt sein Vater, „aber lass uns doch einmal die Experten fragen.“ Und so schreiben die beiden gemeinsam einen Brief an das Römisch-Germanische Museum in Köln. Oskar fragt die Wissenschaftlichen nach ihrer Meinung. Die Scherbe legt er zum Brief dazu. Eine Woche später bekommt er einen Brief vom Museum:
"Lieber Oskar, vielen Dank, dass Du uns beim Römisch-Germanischen Museum Deinen Fund zugeschickt hast. Alle Wissenschaftler haben sich das Fundstück angesehen und lange gerätselt, um was es sich handeln könnte. Schließlich hatte jemand eine Idee. Es handelt sich um eine Scherbe aus Ton. Der Töpfer hat den Tongegenstand lange und sehr heiß im Töpferofen backen lassen. Durch die Hitze ist der Ton steinhart geworden, so dass sogenanntes „Steinzeug“ entstanden ist. Außerdem hat der Töpfer den Ton mit einer Glasur überzogen (deswegen glänzt die Scherbe). Deine Scherbe stammt von einem riesigen Tonrohr, das damals in der Erde vergraben war und durch das Wasser geflossen ist. Das Rohr wurde wahrscheinlich im 19. Jahrhundert getöpfert. Es ist also wohl schon über 100 Jahre alt. Auch wenn deine Scherbe nicht aus der Römerzeit stammt, ist sie alt und zeigt, wie die Menschen damals in Köln gelebt haben. Du solltest sie schön aufbewahren und Deinen Freunden zeigen.

Viele Grüße vom Römisch-Germanischen Museum "

Wie schön es ist, wenn sich Menschen Zeit nehmen für Kinder. So wie Jesus sich Zeit genommen hat für sie.
Sie können sich vorstellen, dass der junge Nachwuchsarchäologe stolz wie Oskar war, einen solchen Brief zu bekommen.
Unsere Welt wird durch Kinder bunter, aufregender und schöner. Insbesonders dann, wenn sie sich entfalten können.


Ihr Pfr. Thies Friederichs